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KI dort einsetzen, wo sie einen messbaren Beitrag leistet.

Wir prüfen zuerst, welche Fragestellung im Prozess wirklich Modellierung braucht, und setzen dann Analyse-, Prognose- und Assistenzmodelle um, die im Betrieb bestehen.

Leistungsbeschreibung

KI für Prozessdaten: vom Anwendungsfall zum überwachten Modell

Nicht jede Fragestellung in der Prozesstechnik braucht KI. Deshalb beginnen wir mit einer nüchternen Bewertung: Welches Problem soll gelöst werden, welche Datenlage liegt vor, welche Genauigkeit ist nötig – und wäre eine klassische Regelung oder Auswertung nicht die robustere Lösung? Wo KI trägt, setzen wir Modelle ein, die zum Prozess passen: Anomalie- und Driftdetektion, Qualitäts- und Ausfallprognosen, Soft-Sensoren für schwer messbare Größen sowie Assistenzfunktionen für das Betriebspersonal.

Verfahrenstechnisches Vorwissen fließt dabei bewusst ein: Bilanzen, physikalische Grenzen und Prozesslogik begrenzen den Modellraum. Das reduziert den Datenbedarf, verhindert unplausible Vorhersagen und macht Ergebnisse für Konstrukteure und Betriebsteams nachvollziehbar.

Modelle gehen nicht als Prototyp in den Betrieb: Sie werden gegen historische Zeiträume validiert, im Schattenbetrieb parallel zur bestehenden Fahrweise geprüft und danach mit Überwachung von Modellgüte, Datendrift und Eingriffsgrenzen produktiv gesetzt.

Digitaler Zwilling eines Reaktors mit überlagerten Prognosekurven und Datenclustern

Modelle

Anomaliedetektion, Prognose und Soft-Sensoren

Wir wählen das einfachste Modell, das die Aufgabe zuverlässig löst – von statistischer Prozesskontrolle über Gradient-Boosting bis zu Zeitreihen- und hybriden Modellen mit physikalischen Nebenbedingungen.

  • Anomalie- und Driftdetektion auf Sensor- und Prozessdaten
  • Qualitätsprognose je Charge oder Zeitfenster mit Unsicherheitsangabe
  • Soft-Sensoren für Größen, die nur im Labor oder verzögert messbar sind
  • Restlebensdauer- und Ausfallprognosen für kritische Aggregate
  • Hybride Modelle: Datenmodell plus verfahrenstechnische Nebenbedingungen
Auswertung von Prozessdaten zur Überwachung von KI-Modellen im laufenden Betrieb

Betrieb

Validierung, Schattenbetrieb und Modellüberwachung

Der Wert eines Modells entsteht erst im Dauerbetrieb. Deshalb gehören Validierung, Überwachung und ein klarer Umgang mit Modellalterung von Anfang an zum Leistungsumfang.

  • Validierung gegen historische Zeiträume und getrennte Testdaten
  • Schattenbetrieb parallel zur bestehenden Fahrweise vor Freigabe
  • Laufende Überwachung von Modellgüte, Datendrift und Datenausfällen
  • Definierte Eingriffsgrenzen und Rückfall auf Standardfahrweise
  • Nachtraining mit dokumentierter Versionierung und Freigabe

Analyseebenen

Von der Beschreibung zur Handlungsempfehlung

Wir bauen schichtweise auf: erst ein verlässliches Bild des Ist-Zustands, dann Ursachen, dann Prognosen und Empfehlungen.

Deskriptiv

Prozesskennzahlen, Verteilungen und Zustände verlässlich abbilden – die Grundlage jeder weiteren Auswertung.

Diagnostisch

Ursachenanalyse: welche Parameter und Kombinationen erklären Abweichungen in Qualität und Durchsatz.

Prädiktiv

Prognose von Qualitätsmerkmalen, Prozessverläufen und Ausfallwahrscheinlichkeiten.

Präskriptiv

Handlungsempfehlungen und Sollwertvorschläge innerhalb freigegebener Prozessgrenzen.

Leistungsumfang

Was Sie konkret erhalten

Use-Case-Bewertung

Nüchterne Einschätzung, welche Fragestellung KI braucht – und welche mit klassischen Mitteln besser gelöst ist.

Datenaufbereitung

Bereinigte, kontextualisierte Datensätze mit dokumentierten Annahmen und Ausschlüssen.

Modell mit Validierungsbericht

Modellbeschreibung, Kennzahlen, Fehlerverhalten und Grenzen der Anwendbarkeit.

Integration in den Betrieb

Anbindung an Leitsystem, Dashboards oder App inklusive Rollen und Verantwortlichkeiten.

Modellüberwachung

Monitoring von Güte, Drift und Datenverfügbarkeit mit Alarmierung bei Verschlechterung.

Betriebs- und Nachtrainingskonzept

Festgelegte Zyklen, Kriterien und Freigabewege für Nachtraining und Modellwechsel.

Anwendungsfälle

KI in der Prozesstechnik – praktische Beispiele

Chemie / Verfahrenstechnik

Qualitätsmerkmal erst nach Laboranalyse bekannt

Soft-Sensor aus Prozessgrößen mit Unsicherheitsangabe, laufend gegen Laborwerte abgeglichen.

Frühere Reaktion statt nachträglicher Korrektur

Energie & Versorgung

Ungeplante Ausfälle an kritischen Aggregaten

Anomaliedetektion auf Schwingungs-, Strom- und Temperaturdaten mit Prognose des Wartungsfensters.

Wartung planbar statt reaktiv

Lebensmittel & Getränke

Streuende Ausbeute zwischen Schichten und Linien

Ursachenanalyse über Parameterkombinationen, Ableitung empfohlener Sollwertkorridore je Produkt.

Reproduzierbarere Fahrweise über alle Schichten

Themen

Schwerpunkte unserer KI-Lösungen

  • XDatenanalyse und Mustererkennung
  • XAnomalie- und Driftdetektion
  • XQualitäts- und Prozessprognosen
  • XSoft-Sensoren für schwer messbare Größen
  • XPredictive Maintenance
  • XHybride Modelle mit Prozesswissen
  • XModellüberwachung und Nachtraining
  • XKI-Assistenz für das Betriebspersonal

Häufige Fragen

Fragen zu KI in der Prozesstechnik

Wie viele Daten sind für ein Modell nötig?
Das hängt von der Fragestellung ab. Für Anomaliedetektion genügen häufig einige Wochen stabiler Betriebsdaten. Für Qualitätsprognosen sind Zeiträume nötig, die alle relevanten Produkte, Fahrweisen und Störfälle abdecken. Prozesswissen im Modell senkt den Datenbedarf deutlich.
Sind die Ergebnisse nachvollziehbar?
Ja, das ist Voraussetzung für den Betrieb. Wir verwenden erklärbare Verfahren beziehungsweise Erklärungskomponenten, die zeigen, welche Prozessgrößen eine Vorhersage tragen. Unplausible Aussagen werden über physikalische Nebenbedingungen ausgeschlossen.
Was passiert, wenn sich der Prozess verändert?
Modelldrift wird laufend überwacht. Bei Verschlechterung der Güte oder veränderten Datenverteilungen erfolgt eine Meldung, das Modell fällt bei Bedarf auf die Standardfahrweise zurück und wird mit dokumentierter Freigabe nachtrainiert.
Bleiben unsere Prozessdaten geschützt?
Ja. Datenumfang, Speicherort und Zugriffsrechte werden vertraglich festgelegt, inklusive Auftragsverarbeitung. Ein Betrieb ohne Cloud-Anbindung ist möglich; Modelle und Daten werden nicht für andere Kunden verwendet.

Einsatzgebiet

KI-Projekte in der Prozesstechnik setzen wir als externer Dienstleister für Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz um – Datenaufnahme und Inbetriebnahme vor Ort, Modellentwicklung und Überwachung remote.

Nächster Schritt

KI-Potenzial prüfen

Wir bewerten Ihren Anwendungsfall und die vorhandene Datenlage – ehrlich, auch wenn eine klassische Lösung die bessere Wahl ist.

KI-Potenzial prüfen